Mittlerweile ist ja schon fast jedem der Ernährungstrend „Baby-led Weaning“ ein Begriff. Dies bedeutet, die Heranführung des Babys an feste Nahrung, ohne Brei zu füttern. Bei unserem Sohn hätte ich das niemals von Anfang an füttern können, da er sehr lange würgen musste, wenn er Stücke im Mund hatte. Daher habe ich ihm Brei gefüttert. Erst jetzt mit fast einem Jahr isst er auch immer mehr Stücke. Allerdings immer noch sehr kleine Stücke, da er manchmal noch würgen muss, weil er sie sich einfach in den Mund stopft und oft schluckt, ohne zu kauen. Das muss alles gelernt sein. Bei der Tochter einer Freundin von mir war das ganz anders. Diese wollte nie Brei und hat von Anfang nur Stücke gegessen. Sie hat aber auch noch weiterhin sehr viel gestillt, wohingegen ich nach 10 Monaten nur noch nachts stillte und tagsüber das Essen gereicht hat.

Ich finde, es kommt ganz auf das Baby darauf an, was der beste Weg für die Beikost ist. Bei uns war es eben eine Mischung aus Brei und Fingerfood, was völlig in Ordnung war.

Wenn euer Baby so wie bei uns größtenteils immer nur Brei gegessen hat, kommt dann irgendwann der Zeitpunkt, an dem euer Baby lieber das Essen vom Familientisch mitessen möchte, anstatt seinen gewohnten Brei. Ich habe mir da lange Gedanken darüber gemacht, denn meistens essen die Kleinen ja viel mehr, wenn sie es als Brei bekommen als wenn sie es in Stücken bekommen.
Wie viel sollte er denn dann essen? Wird er satt?
Meine Cousine, die Mama einer Tochter ist, hat mir hier viele wertvolle Ratschläge geben können:

1. Ihr merkt es, wenn euer Kind nicht satt ist. Die Kleinen können sich bis dahin auch meistens schon sehr gut ausdrücken und ihre Wünsche und ihren Widerwillen sehr gut verständlich machen. Wenn mein Sohn z.B. Hunger hat, schmatzt er oder zeigt auf das Essen und wenn er keinen Hunger mehr hat, schüttelt er den Kopf und die Hände und sagt so etwas das so klingt wie: „Nein, nein, nein“.

2. Falls ihr doch das Gefühl habt, euer Kind ist noch hungrig, bietet ihm irgendetwas an, von dem ihr wisst, dass es das sehr gerne isst. Wenn es selbst dies ablehnt, wird es wohl nicht mehr hungrig sein.

3. Es muss ja nicht von jetzt auf gleich aufhören mit dem Brei. Ihr könnt das ja auch schrittweise machen. Unser Sohn isst momentan z.B. zum Frühstück Haferflocken mit Milch und Obstmus. Mittags dann meistens Gemüse mit irgendeiner Sättigungsbeilage wie Kartoffeln, Bulgur oder Reis. Oft isst er noch Fleisch oder Fisch dazu. Nachmittags dann einen Obstsalat mit Getreideflocken. Abends gibt es ein Vesper bestehend aus Brot mit Butter, Hüttenkäse und Lyoner, Wienerle, Avocado und Tomaten. Dazu mache ich ihm immer noch einen milchfreien Brei mit Schmelzflocken. So weiß ich auf jeden Fall, dass er satt ins Bett geht. Irgendwann, wenn er dann genug isst, wird er den Brei nicht mehr wollen.

Meine Cousine hat mir ein Teller- und Besteckset empfohlen, mit dem ihre Tochter sehr gut das selbstständige Essen gelernt hat. Ich finde das Set ebenfalls sehr praktisch und kann es euch nur weiterempfehlen. Von meiner anderen Cousine, die ebenfalls Mama ist, bekam ich noch eine tolle Bambus Schüssel mit passendem Löffel geschenkt. Dieses Set lieben wir auch, weil es durch den Saugfuß nicht so leicht umkippen kann und man damit total einfach füttern kann bzw. das Baby dann später auch sehr einfach selbst essen kann.

Mahlzeit! 😊

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